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Titelthema

Dabei sein

Begrüßung von Dr. Christian Waterkamp
Vorstand (CEO) Diakonieverein Bruchsal e. V.

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Ausgabe „Bei uns“ erscheint aktuell zu Pfingsten - so kann man es im Kalender finden, aber längst nicht mehr überall.

Wie beschreiben Sie für sich Pfingsten und das, was es zum Gedenken - bzw. zum Feiertag macht?

Ich habe mal wieder die Spur aufgenommen und suche im Alltag und im EAZ „Pfingstereignisse“.

Die Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, vorliegende „Bei uns“ gibt Anlass, „Pfingstmomente“ im Alltag zu erkennen, zu spüren und auch davon lesen zu können.

Junge Menschen der Gruppe „FREI DAY“ sind für mehrere Wochen bei uns im EAZ. Sie arbeiten, leben und gestalten Alltags-Momente mit, freuen sich daran, sind begeistert und erzählen davon z. B. im Podcast live aus dem EAZ.

Auch im Workshop „Lebenswelten“ erfreuen sich Junge und Alte gegenseitig. Das Reden und Gestalten von Alltagsszenen - von biografischen Momenten mit persönlicher Bedeutung - ermutigt und bestätigt im „Sein“ aller Beteiligten.

Es gibt eine Pfingsterzählung (im Alten Testament) des Propheten Joel. Daraus folgende Sätze: „Eure Söhne und eure Töchter werden weissagen. Die Jünglinge sollen Geschichte sehen, und eure Alten werden Träume haben. Auf meine Knechte und meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.“

Auch wenn der Satz etwas sperrig ist, verstehen wir möglicherweise doch die verändernde Sicht auf das Miteinander. „Es reicht nicht aus, dass einige (Männer) träumen. Die Begeisterung ist bei allen zu erkennen: den Jugendlichen, Frauen und Männern, Abgeschriebenen und Unansehnlichen, Niedrigen und vermeintlich Hohen,…“. „Niemand wird ausgeschlossen. …die Idee (der Versöhnung) wird vorgetanzt, sie wird farbig und erleuchtend…“, formuliert Fulbert Steffensky.

So verändert sich etwas im eigenen Sein, im Miteinander und auch in Gesellschaft und Kirchen. 

Es bleiben die vielen kleinen Geschichten aus unserem Alltag, die wir uns erzählen, auch durch diese Ausgabe der „Bei uns“.

Für mich hat all dieses auch mit Team-Geist – mit spirit – zu tun.

Dort, wo gemeinsam gelebt, gearbeitet, geweint und geträumt wird, ereignet sich erlebte Geschichte, entsteht Vertrauen und Gemeinschaft.

„Unsere Geschichten sind die Brote, von denen sich das Gewissen ernährt. Ja, man könnte ungestört leben ohne diese Erzählungen. Aber das Leben wäre dumpfer ohne sie.“ (Fulbert Steffensky)

Pfingsten gibt Ihnen und uns allen Team-Entwicklungshilfe, in dem wir erinnert werden an einen größeren Geist als unseren „Kleingeist“. So überwinden wir Ängste vor uns selbst und dem Nächsten. 

Ist das auch Ihre Antwort, liebe Leserinnen und Leser, auf meine eingangs gestellte Frage nach Ihren Gedanken/Ihrem Gedenken zu Pfingsten?

Frohe Pfingsten Ihnen und uns allen

Ihr
Dr. Christian Waterkamp


Ausgabe 3/2026

Erschienen am 31.05.2026



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