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Methoden & Angebote Gerontopsychiatrie

Personenzentrierte Pflege und Betreuung setzt ein vielseitiges Methodenangebot voraus, mit dem auf den individuellen Bedarf angemessen reagiert werden kann. Selbstverständlich finden folgende Methoden auch in der allgemeinen stationären Pflege ihre Anwendung. Im gerontopsychiatrischen Pflegebereich erhalten diese methodischen Zugänge zum Bewohner jedoch aufgrund evtl. eingeschränkter Kommunikations- oder Ausdrucksfähigkeiten, einen besonderen Stellenwert.

Beispiele unserer Methoden und Angebote (in alphabetischer Reihenfolge)

Die Auswahl, Anwendung und Ausführung der hier genannten methodischen Zugänge im gerontopsychiatrischen Bereich variieren selbstverständlich je nach Vorlieben, Bedürfnissen und Wünschen des Bewohners. Wir orientieren uns dabei an neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und vertiefen unser methodisches Repertoire in speziellen Fort- und Weiterbildungen.

1. Basale Stimulation

Da der Bewohner je nach Verwirrtheitsstadium der Demenz nicht in jedem Fall kognitiv ansprechbar ist, greifen wir individuell auf andere, die Gefühlsebene ansprechende Ansätze zurück. Hierzu zählt u.a. die Basale Stimulation. Die Basale Stimulation regt die Grundbedürfnisse mit einfachen Reizen an und will so die Umwelt wieder erfahrbar machen. Dies geschieht durch eine bewusste aufmerksame Zuwendung der Bezugspflegeperson durch unterschiedliche, auch nonverbale, Kommunikationsformen und die Stimulation aller Sinne. Die Stimulation erfolgt durch gezielte, wiederholt angebotene Reize wie z.B. Bilder, Musik, Geräusche, Gerüche, Farben. Bei den Auswahlkriterien der angebotenen ausgewählten Reize helfen wesentlich die Biographiearbeit und die Aussagen der Angehörigen.

2. Beschäftigungs- und Betreuungsangebot

Das Beschäftigungs- und Betreuungsangebot (von ca. 1h an jedem Vor- u. Nachmittag) durch die Mitarbeiter der Wohngruppe, wird wöchentlich im Voraus geplant. Bei der Planung wird beachtet, dass sich die Betreuungsangebote an der individuellen Situation des Bewohners ausrichten. Im Vordergrund der Beschäftigungs- und Betreuungsangebote stehen alltagsnahe Beschäftigungen wie haushaltsnahe Tätigkeiten, gemeinsames Singen, Pflege und Beschäftigung mit den Tieren der Wohngruppe sowie Betätigung im Innenhof und Garten. Jahreszeiten, Kirchenfeste oder auch aktuelle Gegebenheiten werden bei der Planung berücksichtigt. Gottesdienstbesuche, Besuche von wohnbereichsübergreifenden Veranstaltungen wie Sommerfest, Faschingsfeier, Ausflüge erweitern das Angebot.
Ziel der Beschäftigungs- und Betreuungsangebote ist, die Übernahme von Aufgaben, die Einbindung in die Gemeinschaft, Erfolgserlebnisse für den Einzelnen, Spaß und Freude und das Reaktivieren vertrauter Beschäftigungen.

3. Biografiearbeit

Die Biografiearbeit ist der entscheidende  Kommunikationszugang zum Bewohner. Biographiearbeit wird auch als Erinnerungsarbeit bezeichnet. Sie ist ein wichtiger, unverzichtbarer Ansatz im Umgang mit dementiell erkrankten Menschen, da das Langzeitgedächtnis noch lange intakt bleibt und es hier Ressourcen gibt, die erhalten ggf. gefördert werden. Die Biographiearbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur bewohnerorientierteren Pflege. Der Bewohner erfährt ein gesteigertes Selbstwertgefühl, auch soziale Kontakte lassen sich mit Hilfe der Biographiearbeit aufbauen. Durch die „Erinnerungsarbeit“ hat der Bewohner die Chance, sein Leben wieder zu erleben, neu zu bewerten und vielleicht sogar zu verarbeiten.

4. Kinästhethik („Die Lehre der Bewegungsempfindung“)

Die Kinästhetik ist ein Bewegungskonzept, sie versteht Bewegung als grundlegende Vorraussetzung für jede menschliche Funktion des Bewegungsapparates. Durch die Nutzung natürlicher und schonender Bewegungsabläufe soll eine bestmögliche Eigenbewegung gefördert bzw. wiederentdeckt werden. Die Pflegekraft hilft dem Bewohner, neue Bewegungsabläufe zu entdecken und sich an den gesunden funktionierenden Bewegungen zu orientieren. Somit wird die Eigenständigkeit im Alltag aufrecht erhalten oder sogar wiederhergestellt.

5. Milieutherapie

In der Milieutherapie geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die Umwelt und das Umfeld zu lenken. Beide nehmen Einfluss auf das Verhalten des Bewohners. Auch die Milieutherapie greift auf Erkenntnisse der Biographiearbeit zurück, indem z.B. Elemente mit Bezug zur Lebensgeschichte des Bewohners, wie Möbel oder Bilder in sein neues Lebensumfeld integriert werden. Ein „heimisches“ und vertrautes Gefühl kann entstehen.

6. Orientierung durch Tagesgestaltung

Eine wesentliche Grundlage der Betreuung ist die Tagesgestaltung (24h). Der Bewohner erlebt einen strukturierten regelmäßig wiederkehrenden, für ihn nachvollziehbaren Tagesablauf. Wichtiger Bestandteil der Tagesstruktur sind vor allem die Mahlzeiten, die gemeinsam in der Wohngruppe vorbereitet, eingenommen und nachbereitet werden. Die Tagesstruktur wird ferner durch verbindlich vorgegebene Gruppen- und Einzelaktivitäten bestimmt. Der Bewohner erlebt sich als aktiv und nützlich, was sich positiv auf sein Befinden auswirkt.

7. Snoezelen

Das Snoezelen (kommt aus dem Holländischen ‚Snuffelen’ und ‚Doezelen’ und wird mit Entspannung, Zuwendung und emotionaler Geborgenheit assoziiert) ist eine weitere Methode, die beim Ausbleiben einer verbalen Kommunikation eingesetzt wird. Ziel ist das Schaffen einer Atmosphäre des Vertauens und der Entspannung. Über das Erleben von Sinnesreizen soll sich das Befinden des Bewohners verbessern.

8. Validation

Die Validation (lat. Begleitung, engl. Wertschätzung) ist eine Methode, um mit desorientierten alten Menschen zu kommunizieren, sie wertzuschätzen und durch Verständnis und Akzeptanz ihre Lebensqualität zu verbessern. Über die Gefühlsebene erhält man Zugang zur Erlebniswelt der Bewohner, indem man in die Welt des Bewohners einsteigt und sich auf seine Gefühlswelt begibt.

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