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Zeitschrift "Bei uns"

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Seit 1980 gibt das Ev. Altenzentrum eine Zeitschrift heraus, die 6x im Jahr erscheint und über aktuelle Veranstaltungen, Ereignisse und Themen im Haus berichtet. Die Zeitschrift "Bei uns" hat eine Auflage von 1000 Exemplaren und liegt für BewohnerInnen, Angehörige und Interessierte öffentlich aus. Zusätzlich versenden wir die "Bei uns" z.B. an interessierte Gemeinden zur öffentlichen Auslage. Neben einem festen Redaktionsteam der Geschäftsführung und externen Autoren kommen auch Mitarbeitende und Bewohner des Hauses regelmäßig mit Beiträgen zu Wort.

Die aktuelle "Bei uns" 1/2018

Die aktuelle

KAZ im EAZ

Ausgabe 1/2018

pdfHier erhalten Sie die komplette aktuelle Ausgabe.

 

Begrüßung von Dr. Christian Waterkamp, Vorstand (CEO) Diakonieverein Bruchsal e. V.

Begrüßung von Dr. Christian Waterkamp, Vorstand (CEO) Diakonieverein Bruchsal e. V.

Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn des neuen Jahres ist es im Evangelischen Altenzentrum Bruchsal gute Tradition, sich der Jahreslosung zu vergewissern. Auch ist sie uns Begleiter durch das Jahr, indem sie über das Jahr als Bild in den Wohnbereichen und Bereichen aushängt.

„„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21, 6) /p>

Zu Recht ist das Wasser eines der wertvollsten Güter auf dieser Welt. Ohne Wasser kein Leben. Auch der Mensch besteht zu 80 % aus Wasser. So gibt es kaum ein Element, das dem Menschen so nah und für ihn so wichtig ist wie das Wasser.

Die Bibel greift das Bild vom Wasser an vielen Stellen auf. Dies hat auch seinen Grund darin, dass die Regionen in und um Israel und Palästina nicht allzu reich gesegnet sind mit natürlichem Wasservorkommen. Der Streit um Wasser ist einer der Problemfaktoren, die den politischen, kulturellen und religiösen Konflikt im Nahen Osten so schwer lösbar machen. Dies galt zu biblischen Zeiten genauso wie heute.

Darum ist allen klar, wenn es um lebendiges Wasser geht, dann geht es ums Ganze. Dann geht es um Leben und Tod. Genau dieses greift die Jahreslosung 2018 auf. Gott verspricht uns nicht einen Tropfen auf den heißen Stein, um ein wenig Hoffnung zu haben und das Überleben für einen Moment zu sichern. Nein, Gott verspricht uns lebendiges Wasser: Nicht aus einem Becher, nicht aus einem Eimer, nicht aus einer Zisterne. Vielmehr ist es eine Quelle, die lebendiges, sprudelndes Wasser gibt und nicht in Gefahr steht, zu versie-gen. Wasser in Fülle!

Dieses Wasser in Fülle wird in dem Bild von Andreas Felger deutlich, der den biblischen Vers in tiefblaue emporsteigende Wasserwogen gegossen hat und diese Wasserwogen nehmen immer mehr Raum in dem Bild ein und erfüllen es nahezu ganz.

Die Taufe ist so ein sichtbares Zeichen für die Begegnung mit Gott als Vater, Sohn und heiligem Geist. Gott schenkt lebendiges Wasser, das unvergänglich ist und für ewiges Leben steht. Dieses Wasser ist kostenlos - umsonst. Ist das nicht eine wunderbare Zusage, gerade für diejenigen, die sich oft erfolglos um ein gelingendes Leben bemühen?

Es gibt viele Dürstende, Verdurstende. Auch wir - Sie und ich - erkennen uns darin wieder. Und so ist wichtig, unserem Nächsten und uns, das Leben mit dem zu füllen, was es lebenswert macht: Mit Aufmerksamkeit füreinander, mit Toleranz für andere und Fremde, mit Geduld und Gelassenheit, mit Zuneigung und Liebe, eben mit Sinn. Gerade in Zeiten globalisierter Gleichgültigkeit kann einem die Welt als Wüste an Sinn und Menschlichkeit erscheinen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns Zeit nehmen, darüber zu sprechen, allgemein oder ganz persönlich.

Wonach dürsten Sie? Wonach dürste ich? Das kann ganz unterschiedlich sein. Viele Menschen sehnen sich danach, dass ihr Durst gestillt wird. Ihr Durst nach Leben, nach Anerkennung, nach Erfüllung, nach Liebe, nach Nähe, nach Geborgenheit, nach Perspektiven. Genau in eine solche Situation hinein darf der Zuspruch der Jahreslosung verstanden und gehört werden: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich aus der Huttenstraße,
Ihr
Dr. Christian Waterkamp

„Ein Leben ohne Fasnacht ist möglich, aber nicht erstrebenswert.“

„Ein Leben ohne Fasnacht ist möglich, aber nicht erstrebenswert.“

Michael Vettermann
Präsident der GroKaGe Bruchsal

Das Gespräch führte Dr. Astrid Söthe-Röck

Sehr geehrter Herr Vettermann, Sie kommen seit Jahrzehnten mit der GroKaGe in das Ev. Altenzentrum zur Prunksitzung. Wie erleben Sie diese Veranstaltung?

Vettermann: Für die GroKaGe ist dies immer die erste Prunksitzung in der laufenden Kampagne. Entsprechend gespannt sind wir immer wieder, was für ein Motto sich die Mitarbeiter des EAZ haben einfallen lassen. Ungewöhnlich ist auch, dass die Mitarbeiter und Bewohner des EAZ einen Großteil des Programms gestalten und immer wieder durch originelle Einfälle beim KAZ bemerkenswerte Akzente setzen.

Warum ist diese Kooperation mit dem EAZ der GroKaGe wichtig, warum wird diese Tradition gepflegt und mit viel Engagement aller Beteiligten weiter entwickelt?

Vettermann: Die GroKaGe ist eine Gesellschaft, die sich nicht nur der Jugendarbeit verpflichtet fühlt, siehe unsere zahlreichen Jugendlichen und Kinder, die in den Garden tanzen und im Kinderelferrat mitmachen. Auch im sozialen Bereich engagieren wir uns gern und haben uns deshalb auch das Engagement mit Senioren auf unsere Fahnen geschrieben.

Haben Sie eine besondere Erinnerung an eine der vielen KAZ-Sitzungen im Ev. Altenzentrum? Wie sieht diese aus und warum ist sie in Erinnerung geblieben?

Vettermann: Ein besonderes Highlight sind für mich immer die selbstgefertigten Orden des EAZ, die auch von unseren Elferräten immer in besonderen Ehren gehalten und gesammelt werden. Am besten hat mir der Orden des Jahres 2006 gefallen, der einen Matrosen mit Fahne und der Aufschrift „Brus´l Ahoi“ zeigt.

Darf man sich aus Ihrer Sicht im Alter noch „zum Narren“ machen?

Vettermann: Um närrisch zu sein, ist es nie zu spät. Das Alter spielt bei den Narren keine Rolle. Wir Karnevalisten erleben, dass gerade im Alter viele zu einer närrischen Höchstform auflaufen.

Wie erleben Sie die Bedeutung der Faschingszeit für alte und ggf. kranke Menschen?

Vettermann: Gerade im Alter werden durch die Fasnacht viele Erinnerungen wieder wachgerufen und für viele ältere Menschen ist die Fasnachtszeit eine wunderbare Erinnerung an vergangene schöne Zeiten.

Nicht umsonst gibt es ja auch bei Kranken das Sprichwort: „Lachen ist die beste Medizin“ und dieses Lachen und Fröhlich sein ist ja eines der Ziele unserer Veranstaltungen, mit denen wir unseren Besuchern ein paar kurzweilige Stunden bereiten wollen.

Zwei Fragen an Sie als Person: Was genau ist es, was Sie an der Faschingszeit reizt? Wie stellen Sie sich Ihr eigenes Alter(n) vor und welche Rolle wird der Fasching da spielen?

Vettermann Fasnacht ist für mich die absolute Ausnahmezeit. Es ist wunderbar, wenn man in dieser Zeit viele Menschen fröhlich machen und zum Lachen bringen kann. Es ist ein überaus befriedigendes Gefühl, die vielen stolzen Aktiven und Gardemädchen bei ihren Tänzen und Auftritten zu sehen und zu wissen, dass man auch ein Rädchen im Uhrwerk der GroKaGe sein darf.

Auch ich befinde mich ja schon im fortgeschrittenen Alter und freue mich, wenn ich in 18 Monaten aus dem aktiven Beruf aussteigen kann und der Fasnacht noch mehr meiner Zeit widmen kann. Irgenwann werde ich dann das Zepter der GroKaGe an einen Nachfolger übergeben und dann hoffentlich in Ruhe und ohne Stress weiter die Fasnacht feiern und genießen können.

Getreu dem Motto: „Ein Leben ohne Fasnacht ist möglich, aber nicht erstrebenswert“.

 

Foto: http://www.grokage-bruchsal.de

Kuno vom Kraichgauland: Mythos oder Wahrheit?

Kuno vom Kraichgauland: Mythos oder Wahrheit?

Heimfried Werner
- Graf Kuno vom Kraichgauland
- seit zehn Jahren bei der KAZ im EAZ

Um es gleich vorweg zu nehmen – wie so oft im Leben liegt die Lösung irgendwo in der Mitte. Im Folgenden versuche ich, als amtierender Graf Kuno vom Kraichgauland - seit nunmehr zehn Jahren -, in Kurzform etwas Klarheit zu verschaffen. Dem interessierten Leser stelle ich gerne zusätzliche Informationen zu Verfügung. Aber zunächst der Reihe nach...

Über Graf Kuno vom Kraichgauland und den Brusler Dorscht

Wenn man sich auf die historischen Spuren des Grafen Kuno begibt, kommt man zunächst unweigerlich auf den Verfasser der „Bruchsaler Nationalhymne“ Otto Oppenheimer und das von ihm um 1900 verfasste Lied vom „Brusler Dorscht“. In diesem Lied wird die Geschichte eines sehr lebenslustigen, trinkfesten, ehelosen, weit über seine Verhältnisse lebenden und deshalb hoch verschuldeten Vetters Kaiser Heinrichs III besungen - die des Grafen Kuno vom Kraichgauland.

Bei der Recherche zum Liedtext fand Otto Oppenheimer in der Staatsbibliothek in Dresden-Neustadt eine Schenkungsurkunde Heinrichs III. Dieser schenkte den Hof zu Bruchsal samt Wiesen, Wald, Gewässer, die er von seinem Vetter, dem Grafen Konrad vom Kraichgau, geerbt hatte, dem Bistum Speyer. Um diese Tatsache herum formte Otto Oppenheimer dann den Text, gab dem Grafen den Namen Kuno und wurde somit der Spiritus Rector des Grafen Kuno. Es bleibt also dem jeweiligen Betrachter überlassen wo er die Grenze zwischen Mythos und Wahrheit zieht.

Otto Oppenheimer, u.a. auch Lyriker und Poet, war damals schon Aktiver bei der Großen Karnevalsgesellschaft Bruchsal (GroKaGe) und so fand dieses Lied schnell Einzug in das ständige Repertoire der GroKaGe.

Ebenso entwickelte sich das Lied in der Bevölkerung sehr schnell zum „Gassenhauer“ in Bruchsal und auch in der näheren Umgebung und wurde bei allen möglichen Feierlichkeiten angestimmt.

Das Lied wurde immer bekannter und 1929 wurde eine Schallplatte aufgenommen. Ein Original dieser Schallplatten kann man heute im Schloss in Bruchsal hören.

Von dieser Entwicklung war es nur noch ein kleiner - vielleicht zufälliger - Schritt bis 1935 erstmals Graf Kuno als Symbolfigur der Bruchsaler Fasnacht proklamiert wurde. Die Aufgabe des Grafen war insbesondere während der Fasnachtszeit die GroKaGe zu repräsentieren und die Heiterkeit, Fröhlichkeit und den Humor in Bruchsal vorzuleben und zu verbreiten.

Inzwischen werden diese Aufgaben - wie bereits erwähnt seit nunmehr zehn Jahren - nicht nur in Bruchsal, sondern im gesamten nördlichen Landkreis und in der Süd-pfalz regelmäßig von den amtierenden Grafen wahrgenommen. Sehr gerne wird das Grußwort des Grafen von den jeweiligen Gastgebern entgegen genommen und gelegentlich wird auch das Lied vom „Brusler Dorscht“ angestimmt.

Graf Kuno im Ev. Altenzentrum

Auch an der KAZ nimmt der Graf seit zehn Jahren teil. Dort trifft er auf eine hochmotivierte sehr engagierte „Mannschaft“, die ein sehr schönes unterhaltsames Programm, teilweise auch mit Beiträgen von Bewohnern, darbietet und auf ein sehr dankbares Publikum. Da macht es dem Grafen auch große Freude, den „Brusler Dorscht“ anzustimmen. Eine sehr schöne jeweils gelungene Veranstaltung, die hoffentlich noch viele Jahre fortbesteht.

Das Graf Kuno Museum

Seit November 2014 befindet sich in unmittelbarer Nähe zum EAZ das kleinste begehbare Museum Baden-Württembergs, das Graf Kuno Museum. Es zeigt historisches und witziges aus dem Leben des Grafen und man kann von einer Kopie der Schallplatte vom Schloss das Lied vom „Brusler Dorscht“ hören.

Die Nähe zum EAZ spielt insofern eine Rolle, dass die GroKaGe beim jährlichen Dampfnudelfest den benötigten elektrischen Strom teilweise vom Altenzentrum „abzapfen“ kann. Außerdem profitiert das Museum von den Besuchern des EAZ, die mit ihren Angehörigen im nahegelegenen Stadtpark spazieren gehen und dabei gerne auch einen Blick in das Museum werfen.

„Alt werden...“

Natürlich beschäftigt sich der inzwischen 68-jährige Graf Kuno auch gelegentlich mit dem Älterwerden - alt werden wollen wir ja alle, alt sein will keiner... Aber Spaß bei Seite: Was mein persönliches Altwerden angeht bin ich sehr zuversichtlich, weil ich der Überzeugung bin, dass sich unsere Gesellschaft auch in Zukunft den alten und/ oder gesundheitlich eingeschränkten Menschen annehmen wird und weil ich glaube, dass es auch in Zukunft Eirichtungen und engagierte Menschen geben wird, die dazu beitragen, dass dieser gesellschaftliche Auftrag erfüllt wird.

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